Es gibt wohl kaum eine Fahrzeugklasse, die so sagenumwoben ist wie die der Gruppe B. Es waren die Rennwagen, die bei den Rallye Weltmeisterschaften von 1982 bis 1985 eingesetzt wurden und die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben. Die damaligen Regeln der FIA ließen den Ingenieuren eine Menge Freiheiten bei der Konstruktion ihrer Fahrzeuge und diese Freiheiten wurden auch ausgenutzt. Es gab zu jener Zeit nur sehr wenige Fahrer, die diese Maschinen beherrschen konnten, und genau hieraus leitete sich der Mythos ab, der um diese Rennfahrzeuge entstanden ist.

Es machte die Rennfahrer zu Helden

Zu dem wohl berühmtesten Gruppe-B-Piloten gehörte Walther Röhrl, eine Legende. Der Audi-Pilot beherrschte seinen Audi Sport Quattro wie kein Zweiter, doch aller Heldentaten zum Trotz war mit der Gruppe B nach mehreren Unfällen mit Todesfolge Schluss. Besonders der Unfall auf der Rallye in Portugal, bei der ein Pilot die Kontrolle verlor und in eine Zuschauermenge raste, sorgte für einen Paradigmenwechsel im Rallye-Sport. Die Folgen waren tiefgreifend, mehrere Marken, darunter auch Audi zogen sich aus dem Sport zurück. Die FIA musste etwas unternehmen, und als Folge dessen wurden die Regeln drastisch verschärft.

Die Piloten wurden in der Zeit danach immer unwichtiger

Gab es während der Gruppe-B-Zeit nur wenige Fahrer, die das nötige Geschick mitbrachten, so änderte sich dies grundlegend. Es wurde immer mehr Elektronik eingeführt, die dem Fahrer so viel wie möglich abnehmen sollte. Dies war der Sorge geschuldet, es könnten sich Unfälle wie die in Portugal oder auf Korsika wiederholen. Doch gab es noch mehr Vorteile durch die Elektronik, eine geringere Abhängigkeit von den Fähigkeiten des Fahrers. Dies war ein Trend, der lange Zeit anhielt und der dem Motorsport nicht gutgetan hat. Auch hier musste am Ende die FIA wieder reagieren, um den Fahrer wieder in den Mittelpunkt zu rücken.

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