Die Rallye auf der französischen Mittelmeerinsel gehört zu den bekanntesten ihrer Art. Sie hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1956 zurückreicht. Sie begann als eine große Inselrundfahrt unter dem Namen „Tour de Corse“ und das allererste Rennen gewann ausgerechnet ein Belgier. Gilberte Thirion mit seinem aus der Schweiz stammenden Beifahrer Nadège Ferrier waren die Glücklichen, denen diese Ehre zuteilwurde. Während der ersten Jahre hatten die Fahrer eine extrem anspruchsvolle und über 1.000 Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Im Laufe der Zeit wurde sie immer weiter gekürzt, besonders während der großen Turbo-Ära, dies sollte die Sicherheit weiter erhöhen.

Zwei Todesfälle veränderten die Rallye Korsika grundlegend

Im Jahre 1985 war es der Italiener Attilio Bettega und ein Jahr später der Finne Henri Toivonen, die bei tragischen Unfällen ums Leben kamen. Dies löste eine Kehrtwende bei der Motorisierung aus. Die völlig übermotorisierten Fahrzeuge der sogenannten Gruppe B wurden aus dem Verkehr gezogen, weiterhin wurden kritische Streckenabschnitte entweder ganz gestrichen oder durch Umbaumaßnahmen entschärft.

Viele Kurven und schlechter Asphalt

Die Strecke auf Korsika zeichnet sich durch ihre vielen Kurven aus, ein endloses Meer an sich aneinanderreihenden Kurven erwartet die Piloten bei der Rallye Korsika. Durch die vielen Kurven ist die Durchschnittsgeschwindigkeit die geringste während der gesamten Weltmeisterschaft, und aufgrund ihres schlechten Asphalts gehört sie auch zu den Strecken mit dem größten Reifenverschleiß.

Eine kurze Pause von 2008 bis 2015

In dieser Zeit fand keine Rallye statt. Die genauen Gründe blieben lange Zeit unklar, es hieß, dass das Publikumsinteresse zu gering geworden sei. Diesen Einwand konnte nicht jeder nachvollziehen, doch wurde es akzeptiert und seit 2015 ist die Rallye Korsika wieder fester Bestandteil der Rallye-Weltmeisterschaft.

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